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 Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.
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  Das Kunsthistorische Institut in Florenz - Max-Planck-Institut
 
 
 
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Mitgliederversammlung 2010

Ort: Alte Pinakothek, München, Haupteingang
Datum: Montag, 11.10.2010
Uhrzeit: 16.00 Uhr


Tagesordnung

  1. Feststellung der Beschlussfähigkeit und Verlesen der Tagesordnung
  2. Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 12.10.2009
  3. Bericht des Vorsitzenden
  4. Bericht aus dem KHI in Florenz durch Herrn Prof. Dr. Gerhard Wolf
  5. Änderung der Satzung
  6. Bericht des Schatzmeisters
  7. Bericht der Rechnungsprüfung für die Jahre 2009
  8. Entlastung des Vorstands für das Jahr 2009
  9. Wahl zum Vorstand (Vorschlag des Geschäftsführenden Vorstands: Herrn Dr. Johann von Behr, Direktor, Bankhaus Sal. Oppenheim, München)
  10. Wahl des Rechnungsprüfers für das Vereinsjahr 2010/11
  11. Verschiedenes
Eventuelle Ergänzungswünsche zur Tagungsordnung erbitten wir schriftlich bis zum 1.10.2010.

Rahmenprogramm

Montag, 11.10.2010, 19.00 Uhr, Alte Pinakothek, München, Haupteingang

Öffentlicher Vortrag von Dr. Nicole Hegener, Humboldt-Universität zu Berlin:

„Baccio Bandinelli: Zwischen Leonardo und Michelangelo.
Zum 450. Todestag des Florentiner Bildhauers“

Das schwierige Los, zur selben Zeit wie Michelangelo tätig zu sein, teilten viele Künstler in Florenz und Rom, kaum einer jedoch wurde durch den Divino so stark geprägt wie der Florentiner Bildhauer Baccio Bandinelli (1493-1560). Zeit seines Lebens stand er im Schatten des älteren Michelangelo (1475-1564), der mit der Errichtung des David auf der Piazza della Signoria in Florenz im Jahre 1504 bereits zu Lebzeiten als göttlich gefeiert wurde. Von den Zeitgenossen als vermessener Rivale Michelangelos verspottet, gelang dem Sohn eines promediceischen Goldschmieds jedoch eine geradezu kometengleiche Karriere am Hof der Medici, die in der Errichtung der Hercules-Cacus-Gruppe neben Michelangelos David ihren ersten Höhepunkt erlangte.
Die lebenslange Konkurrenz Bandinellis mit Michelangelo – die Marmorriesen vor dem Palazzo Vecchio symbolisieren diese als steinernes Doppel-Monument – ist inzwischen recht gut erforscht. Daß Bandinelli auch von Leonardo da Vinci (1452-1519) wichtige Anregungen erhielt, ist indes kaum bekannt. Vasari berichtet, daß der junge Baccio dem Universalgenie in der Werkstatt seines Lehrers Giovanfrancesco Rustici (1475–1554) begegnet war. Eine Reihe von bisher wenig beachteten Arbeiten Bandinellis legt nahe, daß der Austausch zwischen den beiden sich nicht auf ein Zusammentreffen beschränkt haben dürfte. Die vorzustellenden Werke ermöglichen es, einigen großen Ideen und Themen sowie innova­tiven künstlerischen Techniken nachzuspüren, die Leonardo und Bandinelli gleichermaßen begeisterten.
Als einer der namhaftesten Manieristen wurde der ehrgeizige Bandinelli auch zum Protagonisten der Manierismus-Kritik des 19. Jahrhunderts. Der Vortrag versucht das einseitige Bild Bandinellis als Nachahmer Michelangelos zu revidieren und seine Künstlerpersönlicheit um einige überraschende Aspekte zu bereichern.
Den Abend lassen wir bei einem Glas Wein ausklingen.

 
 
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