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 Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.
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Vortrag Dr. Andrea Gottdang
Die Bachrezeption in der klassischen Moderne. Die verrückte Idee das Bild Fuge zu nennen.

Referent: Dr. Andrea Gottdang, Ludwig-Maximilian-Universität München
Ort: Kaufmanns-Casino, Odeonsplatz 6, 80539 München
Datum: 16.12.2005, ab 19.30 Uhr

Einführung in den Vortrag "Die Bachrezeption in der klassischen Moderne. Die verrückte Idee das Bild

Fuge zu nennen."

„Musiker wie Maler gewannen ihre Erneuerungsmöglichkeiten häufig durch Annäherung und Austausch von Verfahrensweisen aus der Schwesterkunst – diese Wechselwirkung zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze [letzte] Jahrhundert. Die Patenschaft der Musik bei der Geburtsphase der bildnerischen Abstraktion lässt sich an dem revolutionären Umbruch beobachten, der in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg in den großen Zentren von Paris bis Moskau und Prag, von London bis Rom und schließlich New York vor sich ging. Vorausgegangen waren freilich die epochalen Entdeckungen in der Physik und Chemie, die das Weltbild radikal veränderten und hinter dessen Sichtbarkeit einen weitgehend unbekannten Kosmos erscheinen ließen. Die Künstler empfanden, dass ihre Bildsprache dieser neuen Weltsicht nicht mehr entsprach und dass sie sich von der [nachahmenden] Darstellung der optischen Erscheinungen lösen mussten.“ Auszug aus „Vom Klang der Bilder“ von Karin von Maur.

Johann Sebastian Bach – ein meisterliches Werk und Leben, geboren 1685 in Eisenach, früh verwaist, erhielt die erste Ausbildung bei seinem Bruder. Eine große Energie steckte frühzeitig in ihm, so lief er als junger Mann zu Fuß 400 km von Thüringen nach Lübeck um dort Orgelaufführungen zu erleben. Nach mehreren Arbeitsaufenthalten in thüringenschen Residenzstädten, darunter in Weimar, von 1723 bis zum seinem Tode 1750 wirkte er als Thomaskantor in Leipzig. Sein gesamtes Werk umfaßt 200 Kantaten, zahlreiche Orchester- und Instrumentalkonzerte sowie Orgel- und Klavierwerke. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich wieder intensiv der Fuge und perfektionierte sie. Die Fuge, einen sich in verschiedenen Tonlagen wiederholender Kanon, …Bach erblindete und starb plötzlich im Anschluß einer Augenoperation.

Im 20. Jahrhundert interessierte man sich wieder intensiv für „seine“ Fuge, es begann eine rege Auseinandersetzung mit der Fuge in der Malerei der klassischen Moderne. Andrea Gottdang erläutert heute Abend die Gründe für das Interesse an der Musik des Barockkomponisten.

Andrea Gottdang :

  • Studium der Kunstgeschichte in Kiel und Wien.
  • 1992/93 Stipendiatin in Venedig
  • 1996 Promotion über die venezianische Malerei
  • 1997 Preis der Philosophischen Fakultät der Universität Kiel
  • Seit 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte der LMU München.
  • 2003 Habilitation


 
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