Deutsch | Italiano | English
 Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.
  Home
  Information
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Das Kunsthistorische Institut in Florenz - Max-Planck-Institut
 
 
 
  Service
 
 
 
 
Veranstaltungen

Die Finanzen Federico da Montefeltros. Eine neue Quelle zur urbinatischen Kunstpatronage

Referent: Prof. Dr. Bernd Roeck, Zürich
Ort: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, 2. OG, Meiserstraße 10, München
Datum: Mittwoch, 13.2.2008
Uhrzeit: 19 Uhr

Der Vortrag behandelt einen bisher unpublizierten Quellenfund: Eine Kostenschätzung des Besitzes Federico da Montefeltros aus dem frühen 16. Jahrhundert. Sie ermöglicht Schlüsse auf die Ausgaben, die der Herzog für seine Architekturpatronage und den Erwerb anderer Kunstwerke tätigte.

Prof. Dr. Bernd Roeck

Bernd Roeck wurde 1953 in Augsburg geboren. Er studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er 1979 mit einer Arbeit zur Staatstheorie der frühen Neuzeit promoviert wurde. Bis 1986 bekleidete er in München eine Assistenzstelle am Historischen Seminar und habilitierte sich dort 1987 mit der Arbeit „Eine Stadt in Krieg und Frieden“, einer umfassenden Analyse der Reichsstadt Augsburg während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, die mit einem der beiden Habilitationspreise der Ludwig-Maximilians-Universität ausgezeichnet wurde.
Von 1986 bis 1990 war Bernd Roeck Direktor des Deutschen Studienzentrums in Venedig, dann Professor in Augsburg. 1991 wurde er als ordentlicher Professor für mittelalterliche und neuere Geschichte an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn berufen. Ab 1996 war er Leiter des deutsch-italienischen Zentrums Villa Vigoni am Comer See. Seit 1999 hat er an der Universität Zürich den Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit und Schweizer Geschichte inne.
Bernd Roecks Interessen gelten insbesondere der Verbindung wirtschafts- und sozialhistorischer Methoden mit Fragestellungen der Kunst- und Kulturgeschichte der frühen Neuzeit. Zur Zeit arbeitet er an einer Studie über das Florenz des fin de siècle aus der Perspektive des Kunsthistorikers Aby M. Warburg (1866-1929), einem – nebenbei bemerkt – prominenten Mitglied des Vereins zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz. Ein längerfristiges Projekt stellt eine integrale Darstellung der Geschichte des 17. Jahrhunderts dar.
Unter den Buchveröffentlichungen, in denen sich Bernd Roeck mit der italienischen Kultur auseinandersetzt sind zu nennen: Arte per l'anima, arte per lo stato. Un Doge del tardo Quattrocento ed i segni delle immagini (1991); Vespasiano da Bisticci. Große Männer und Frauen der Renaissance (Hrsg. u. übers., 1993), Der junge Aby Warburg (1997); Kunstpatronage in der frühen Neuzeit. Studien zum Kunstmarkt, zu Künstlern und ihren Auftraggebern in Deutschland und Italien (1999); Florenz 1900. Die Suche nach Arkadien (2001); (Mithrsg.), Kritische Gesamtausgabe von Jacob Burckhardts „Cicerone“ (2001); mit Andreas Tönnesmann) Die Nase Italiens. Federico da Montefeltro, Herzog von Urbino (2005); Geschichte Augsburgs (2005); Mörder, Maler und Mäzene - Piero della Francescas „Geißelung“. Eine kunsthistorische Kriminalgeschichte (2006).

 

Portrait des Federico da Montefeltro,
gemalt von Piero della Francesca.
Florenz, Uffizien



 
Copyright (c) 2005 Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Institutes Florenz e.V.