Thema des Vortrags ist der künstlerische Austausch zwischen Europa und Mexiko in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts: Während flämische und italienische Druckgraphik in die Neue Welt gelangt, werden erste Werke kolonialer Kunst im mediceischen Florenz und andernorts gesammelt. Die Betrachtung von Federmosaiken, die sich in den Kunst- und Wunderkammern erhalten haben, erlaubt einen faszinierenden Einblick in die Verschränkung von Kunst und Wissenschaft der Renaissance. Der Vortrag lädt ein zu einer Revision des Verständnisses der Epoche und ihrer Bildkultur. Zugleich gibt Gerhard Wolf einen Einblick in seine aktuellen Forschungen, die im Zusammenhang mit dem Projekt „Feder/Kunst. Europa und Mexiko (13.-17. Jahrhundert)“ stehen. An diesem sind ferner beteiligt: Diane Fane vom Brooklyn Museum of Art in New York und Alessandra Russo, die am Instituto de las Investigaciones Estéticas in Mexiko und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris lehrt. Die Ergebnisse sollen 2007 in einer großen internationalen Ausstellung präsentiert werden.
weiterführende Informationen: www.khi.fi.it/Themenordner/Forschungsprojekte.asp#Feder |